Was ist Erfolg?

Jeder Schreiberling ist mehr oder weniger erfolgreich. Nehmen wir ein paar erfolgreiche: Gaby Hauptmann, Hera Lind, Kenn Follett, Dean Koonz und andere. Schriftsteller, die von ihrer Schreiberei leben können. Ich kann's (noch?) nicht.

Was ist Erfolg? Erfolg ist, wie vieles andere, relativ. Wenn ich am Tag als Nonameautor acht Bücher verkauft habe, dann war der Tag für mich relativ erfolgreich. Follett wir darüber mitleidig lächeln. Er verkauft am Tag vielleicht 80.000 Bücher und so dürfte dieser Tag für ihn relativ erfolgreich verlaufen sein.

Meine größten Erfolge waren und sind:

  • die Aufnahme bei den deutschen Krimiautoren. Ich befand mich in der Topliste der deutschen Autoren im Juni/04 auf Platz 12.
  • In der Liste der Top 100 stand ich im Juli/04 auf Platz 87, August/04 Platz 93 und September/04 auf Platz 88. In die Wertung kamen 220 deutsche Autoren.
  • Auch im Jahre 2005 findet man meinen Namen in der Liste der Top 100 wieder. Januar: 100, Februar: 92, März: 98, April: 93, Mai: 95, Juni 97, Juli: 100, August: 92, September: 98, November: 92, Dezember: 100. Bei der Platzierun im Jahre 2006 hat sich nicht viel geändert. Ich stehe immer kurz vor 100.
  • in der Liste der Top 100 so ziemlich weit hinten stehen, ist das Erfolg? Nun, ich nehme es wie die Olympioniken; nicht die Plazierung zählt, sondern die Teilnahme und weiter: von 220 Teilnehmen hatten 120 nie eine richtige Chance in dieser Liste zu stehen. Die Liste ist übrigens auf 150 erweitert worden (Stand: Herbst/05) Bewertet werden mittlerweile über 350 Autoren aus über 90 Verlagen. Ein Interview gibt es hier.
  • kein geringerer als der Regisseur Wolfgang Becker („Godd bey Lenin”) interessiert sich für die Verfilmung meines Erstlings.
  • und unabhängig davon interessiert sich ein weiterer Regisseur für die Verfilmung meiner Bücher. Mein neuer Verleger möchte mein neuestes Manuskript auch verfilmt sehen. Es soll im Oktober rauskommen. Anmerkung: ich bin vom Vertrag zurückgetreten, wir konnten keine Einigung erzielen. Weitere Informationen hier:

Selbst wenn kein Buch verfilmt wird, nur die Tatsache, dass diese beiden Regisseure auf mich aufmerksam geworden sind, sehe ich als Erfolg an. Dieser Erfolg hat mich motiviert weiter zu schreiben. Ich habe ein lange verstaubtes Manuskript wieder hervorgeholt und stehe nun vor der Fertigstellung. (Erscheinung: IV/06)

  • mein sechstes Manuskript ist von einem Verlag angenommen worden, ohne dass es ein Exposee gegeben hatte. Sie waren auch so überzeugt. Übrigens, mein bis jetzt einziger Roman, den ich unter Pseudonym herausgebracht habe. Er erschien im Februar 2005. Bis Stand 31.7.05 sind 2058 Exemplare verkauft worden.
  • Mit dem Exposee meines siebenten Romans, konnte ich einen Verleger auf Anhieb überzeugen. Das Buch soll im Herbst 05 erscheinen. Anmerkung: das Projekt ist gestorben, s. oben.
  • Eine Kritikerin schrieb einmal: so, eben grade habe ich die letzten Zeilen gelesen. Du meintest zwar, ich könne mir Zeit lassen, aber du kennst mich ja inzwischen; deine Romane fesseln mich einfach so, dass ich nicht eher aufhören kann bis ich das letzte Wort gelesen habe!

Vor ein zwei Jahren gab es einen Satz, den ich so oft vorgekaut bekam, dass ich ihn schon nicht mehr hören konnte: „Gib nicht auf, arbeite weiter, eines Tages wirst du Erfolg haben...” Heute weiß ich, dass sie recht hatten. Ich habe nicht aufgegeben. War ich es, der früher meine Manuskripte angeboten hat, so haben jetzt schon zwei Verlage bei mir angefragt.

Also, Leute, wenn auch Ihr wieder mal eine Absage in Händen haltet. Lasst Euch nicht unterkriegen, arbeitet an Euch und gebt nicht auf.

Das es aber auch anders geht, kann man unter Niederlagen nachlesen.