|
Niederlagen... Natürlich hat es auch Niederlagen gegeben und das gleich reihenweise. Da war mal ein Verleger mit seinem Agenten bei mir im Haus, was an sich schon völlig unüblich ist, denn normalerweise geht der Autor zu den Verlagen. Sie waren von meinem Exposee angetan und wollten mein Erstling verlegen. So weit so gut, aber wir wurden uns in einem Punkt nicht einig. Sie gingen und ich habe sie nie wieder gesehen. Ein großer Verlag aus München befand ein Manuskript von mir als gut, aber es kam zum falsche Zeitpunkt und wurde somit nicht verlegt. Dicht daneben ist halt auch vorbei. Ich sollte mal die Memoiren eines Kapitäns, der 25 Jahren zur See gefahren ist, aufschreiben. Auch daraus wurde nichts, weil in plattdeutsch geschrieben werden sollte und ich das abgelehnt habe. Mein Manuskript, mit dem vorläufigen Arbeitstitel: „Und ewig lockt das Weib”, musste ich komplett überarbeiten und einen anderen Titel geben, weil es diesen bereits gab. Entstanden ist mein Hurenroman. Ein Manuskript von mir viel einem Festplattencrash zum Opfer, ich habe es nie wieder rekonstruiert. Die Absagen, die ich von Verlagen bekommen habe, kann ich nicht mehr zählen. Erst viel viel später waren es Verlage, die an mich herangetreten sind. Es kam aber nie zur Zusammenarbeit, weil es immer Punkte im Vertrag gab, die ich nicht akzeptieren konnte. Für mein 7. Manuskript fand ich sehr schnell einen neuen Verleger. Aus betriebswirtschaftlichen Gründen - so sein Steuerberater - musste er von dem Projekt zurücktreten. Kurz darauf meldete er sich wieder und machte mir ein neues Angebot, da mein Manuskript ihn sehr überzeugte. Wenig später nur bekam ich erneut eine Absage. Der Verlag konnte wegen anderer Projekte einfach nicht das Geld aufbringen. Das 7. Manuskript soll jetzt im Herbst 2005 verlegt werden. Es stellte sich raus, dass es den Titel bereits gab. Es musste ein neuer her und das bereits fertige Cover war ein Fall für den Reißwolf. Wie man sieht, es ist nicht alles so rosig, wie es vielleicht den Anschein hat. Und mit Stand 31.08.05 gab es wieder einen herben Rückschlag. Mein neuer Verleger, der unbedingt mein 7. und ggf. auch mein 8. Buch verlegen wollte, legte einen Verkaufspreis von 18,90 Euro fest. Für ein Taschenbuch mit 370 Seiten. ich fand diesen Preis absolut inakzeptabel (die Rede war mal von 9,95) und bin vom Vertrag zurückgetreten. Aber auch das ist bereits Geschichte, das Buch erscheint im Frühjahr/06 Wenn ich recht überlege, werden die Erfolge von den Niederlagen deutlich überstimmt. Man soll sich aber nicht unterkriegen lassen. Das Glas ist halb voll und niemals halb leer.
|